Dienstag, 7. Juni 2016

Mein Debüt als Tortenbäckerin - und das auch noch fast vegan


Angefangen hat diese völlig verrückte Sache, weil meine Mama einen Torten-Eindeckkurs gebucht hatte und leider krank war an dem Tag. Ich bin quasi für sie eingesprungen weil ich der Meinung war es könnte mir, als absolute Anti-Tortenbäckerin, nicht schaden mal zu lernen wie man sowas macht.
Gesagt getan. Ich war durchaus überrascht von mir selbst als ich einige Stunden später mit einer kleinen, süßen und durchaus vorzeigbaren Debüt-Torte in der Hand den Kurs verließ. Nur was macht man dann mit dem hübschen Ding? Reinschneiden traut sich niemand weil sie doch so niedlich ist und vom ansehen wird sie auch nicht hübscher. Ich beschloss also sie den sprichwörtlichen Wölfen zum Fraß vorzuwerfen und nahm sie am nächsten Tag mit ins Büro.



Schamlos wie meine Arbeitskollegen so sind (kleiner Scherz, ihr Lieben :) wurde die Torte auch innerhalb der ersten Stunde von meiner lieben Kollegin Jaqui mit einem Messer massakriert. Nachdem der "Schaden" schon mal angerichtet war fiel das restliche Wolfspack dann mit einer Geschwindigkeit über die Torte her, dass ich dachte sie hätten die letzten 5 Jahre keine Süßigkeiten mehr gesehen.
Einer meiner Arbeitskollegen kam daraufhin ein paar Tage später zu mir und fragte mich vorsichtig, ob ich mir vorstellen könnte eine Tauftorte für sein Patenkind zu backen. Noch völlig benebelt von den freundlichen Lobeshymnen meiner Kollegen auf mein kleines Kunstwerk und einem Anfall geistiger Umnachtung sagte ich voller Begeisterung zu.

Hormon-Ausgenüchtert stand ich einige Tage später vor einem Berg von Fragen die sich eben so ergeben wenn man plötzlich als sein zweites Werk die "perfekte" Tauftorte backen soll: Was soll ich denn da für ein Motiv drauf machen? Womit stech ich die Sachen aus? Worin back ich so eine große Torte? Zweistöckig oder einstöckig? Was nehm ich denn da für einen Teig wenn der auch noch schmecken muss? Und wie zur Hölle bekommt man diesen lästigen Hügel der sich beim Backen immer hebt aus seinem Kuchenteig?
Einige schlaflose Nächte und zahlreiche Beratungsbesuche in der Kuchenwelt (unserem Tortenbackshop in der Nähe)  und auf Sally's Blog später war es dann aber glücklicherweise endlich geschafft und ich war froh die Torte heil in die Hände des stolzen Paten zu übergeben. Ich sag nur: Halleluja!

P.S.: ich habe den Teig der veganen Schokotorte aus dem Buch  "Vegan für Naschkatzen" meiner lieben Freundin Claudia verwendet. Die 4fache Menge!!! für eine 30er Form. Aber das ist einfach die leckerste Schokotorte! Mein Bruder hat ihr mal den Codenamen "Everlast" gegeben, weil sie nach einer Woche immer noch lecker war *gg* Die Ganache, muss ich zu meiner Schande zugeben, war allerdings aufs Obers und dunkler Schokolade, deshalb auch nur "fast" vegan.

Sonntag, 8. Mai 2016

Vegane Eiweißshakes

Lange schon hatten mein Mann und ich darüber geredet, sollten wir endlich unser eigenes Haus haben, würden wir uns den Traum eines eigenen Fitnessraums erfüllen. In den letzten Wochen ist nicht nur unser Traum vom eigenen Haus endlich Wirklichkeit geworden, wir dürfen uns seit kurzem auch endlich im eigenen Trainingsraum ordentlich auspowern.
Fitness war für uns immer ein wichtiges Thema, obwohl ich zugeben muss, dass ich das Ganze nach der Schwangerschaft schon ganz schön schleifen gelassen habe. Aber: Gestern war Gestern.

Speziell wenn man Krafttraining macht, begegnet einem immer wieder das Thema Eiweiß. Wieviel braucht man wirklich? Proteinshakes ja oder nein? Die "Masterfrage" schlecht hin, wenn ihr mich fragt, ist immer noch: kann man ohne tierisches Eiweiß überhaupt Bodybuilding bzw. Kraftsport betreiben? Bei dieser Frage scheiden sich die Geister sehr stark.

Gegner der veganen Ernährung werden immer behaupten, dass ein rein pflanzlicher Speiseplan mit erfolgreichem Krafttraining nicht unter einen Hut zu bringen ist.
Ich und vor allem viele vegane Sportler teilen diese Ansicht nicht. Es gibt unzählige pflanzliche Nahrungsmittel die voll sind von tollem, gesundem Eiweiß. Angefangen von Leinsamen über Kakaopulver bis hin zu Süßlupinenmehlpulver, dass man in jedem Reformhaus bekommt.

Süßlupinenmehl, Grünkohlpulver und Algenmix (von l. nach r.)


Ich hab mich jetzt schon ein paar Mal an einem veganen Eiweißshake versucht und ich habe wirklich das Gefühl, dass mein Körper nach dem Training wesentlich schneller regeneriert und der Muskelkater auch weit nicht so schlimm ist wie zu meinen nicht-veganen Zeiten. Früher konnte ich mich nach dem Training oft 2 Tage nicht richtig bewegen.

Hier kommt mein Rezept:

Die Basis dafür ist mein selbstgemachtes Mandelmus.

50 g Mandelmus
250 g Wasser
15 g Agavendicksaft oder Ahornsirup
1 Dattel, entsteint
2 EL Süßlupinenmehl
2 EL Leinsamen
4 TL Grünkohlpulver
1/2 TL Algenmixpulver
1-2 TL Kakaopulver, ungesüßt (z.B.: Benstorp)

Mandelmus, Wasser und Agavendicksaft in den Mixtopf geben und 30 Sek Stufe 10 mixen. Die restlichen Zutaten zugeben und 1 Min Stufe 10 mixen.
Fertig :)

Sieht zwar nicht spektakulär aus, schmeckt aber richtig lecker :)

Sonntag, 28. Februar 2016

Leckeres Nussmus - kleine Helfer mit großem Effekt

Nussmus ist eine superpraktische und vor allem leckere Sache. Ich verwende es für alle möglichen Gerichte wie zum Beispiel meine heißgeliebte Wokgemüsepfanne in Erdnusssauce oder für andere Gerichte die man gerne cremig mag. Für all diejenigen von euch die bisher ihren Spinat gerne mit Sauerrahm verfeinert haben, Mandelmus mit etwas Wasser glatt gerührt lässt den Spinat supercremig werden und bindet die Masse nach dem Aufkochen ganz toll.

Allerdings sind Nussmus-Sorten leider auch eine kostspielige Angelegenheit, wenn es ein fixer Bestandteil des täglichen Speiseplans ist. Selbst herstellen ist keine Hexerei und das Mus hält sich mehrere Wochen in einem Schraubdeckelglas im Kühlschrank.

Die Rezepte sind sehr ähnlich, je nach Nusskonsistenz muss man sich immer ein wenig herantasten. Erdnussmus benötigt nicht soviel Zeit cremig zu werden wie beispielsweise Mandelmus.
Hier kommt mal ein ungefähres Rezept:



400 g Nüsse (z.B.: Erdnüsse, geschälte Mandeln, Cashewkerne)

Nüsse in den Mixtopf geben und 2-3 Minuten Stufe 10 reiben, nach ca. 20 Sekunden auf Stufe 8 reduzieren. Auf Stufe 4 zurückdrehen und 11 Minuten zu einer cremigen Nussmasse verarbeiten. Es ist wichtig in der Nähe zu bleiben und unter Umständen den Vorgang immer wieder zu unterbrechen und die Masse von den Wänden nach unten zu schieben. Die Öle lösen sich gegen Ende aus den Nüssen und es entsteht ein tolles Mus.

Kleiner Tipp: wer gerne Erdnussbutter mag, kann auch gesalzene Erdnüsse verwenden :)


Montag, 8. Februar 2016

Mit Samthandschühchen ans Basenfasten tasten

Ich bin kein großer Fan von Plänen und genauen Rezepten und - was noch viel schlimmer ist - ich bin die Königin der Ausreden.
Und genau das wird mir jedes Mal zum Verhängnis wenn ich mich voller Motivation hinsetze und beschließe ich mache jetzt dieses oder jenes Ernährungsprogramm. Spätestens am 3. Tag tritt meine sogenannte Flexiphase ein und mein Gehirn sucht nach Ausreden, warum man doch diese Zutat durch jene ersetzen könnte (weil eine davon vielleicht gerade nicht zuhause ist) und, was noch schlimmer ist, dafür das ich mir unterwegs mal den einen oder anderen Ausrutscher erlauben darf (ist ja schließlich nur das eine mal und so militant muss man ja nun auch wieder nicht sein ;)

Das Ergebnis der Diskussion mit meinem Gehirn ist im Endeffekt immer das Gleiche: ich werfe meine guten Vorsätze über Board und tröste mich mit der Ausrede, dass ich ja ohnehin viel gesünder Kochen würde als die meisten Anderen die ich kenne. Tja, nur auf die Art geht der Babyspeck leider auch nicht weg.

Klappe die (gefühlt) 10.000ste:

Langer Rede kurzer Sinn: Ich versuchs mal mit veganem Basenfasten. Vegan Essen ist ja grundsätzlich nicht das Problem bis auf oben genanntes Ausredenproblem mit den Ausrutschern unterwegs. Aber gut...neuer Versuch neues Glück.

Da das Programm auf einem System beruht bei dem man von den Zutaten im Buch etwas abweichen kann, sofern es sich trotzdem um basenbildende Zutaten handelt und die 900 kcal Marke nicht überschreitet, ist alles gut. Klingt ja für einen alten Flexicook/Durchhaltefaulpelz wie mich gar nicht mal so übel.

Um mich selbst ein wenig zu überlisten habe ich beschlossen, die Flexiphase (die ja bei mir immer nach 3 Tagen in etwa eintritt) gleich mal vorab einzubauen. Ich taste mich also diesmal quasi ein wenig an die Rezepte und das Programm heran. Womöglich fällt es ja ein wenig leichter, wenn ich schon ein paar Rezepte davon gekocht habe und einen ungefähren Plan davon habe was ich an Zutaten benötige :) Immer schön optimistisch bleiben.

Samstag, 16. Januar 2016

Selbst gebackene Ciabatta Brötchen mit Tomaten und Knoblauchöl

Wer kann beim Italiener schon diesen leckeren, frisch gebackenen Ciabatta Brötchen widerstehen die oftmals als Beilage am Tisch eingestellt werden?! Ich persönlich bin für diese italienischen Leckereien sehr anfällig. Ein bisschen natives Olivenöl zum Dippen und schon bleibt irgendwie kaum mehr Platz für die Hauptspeise in meinem Bauch :)
Wie gut, dass die kleinen Freunde so einfach selbst gemacht sind. Am liebsten schneide ich dann kleine Scheiben und beträufle diese dann noch ein wenig mit Olivenöl, bisschen Knoblauch und ein paar Tomaten drauf und nochmal ab in den Ofen bis sie richtig knusprig sind. Alleine der Geruch ist es wert! Mein Mann und ich fallen dann immer regelrecht über die kleinen Häppchen her :)



Zutaten:
20 g Olivenöl
300 g Wasser
1/2 Würfel Germ
500 g Weizenmehl, glatt
1 1/2 TL Salz

Zubereitung:
1. Ein Backblech mit Olivenöl fetten.
2. Wasser und Hefe om dem Mixtopf geben und 2 Min./37°C/Stufe 2 erwärmen.
3. Mehl, Öl und Salz zugeben, 3 Min./Teigknetstufe kneten, Teig umfüllen und abgedeckt an einem warmen Ort ca. 20 Minuten gehen lassen. Teig ausrollen und mit Mehl bestäuben. Aus dem Teigrechteck mit einer Teigkarte vorsichtig 10 Brötchen abstechen, auf das vorbereitete Backblech legen und abgedeckt an einem warmen Ort weitere 45 Minuten gehen lassen. In dieser Zeit den Backofen vorheizen.
4. Brötchen 15-20 Minuten bei 250°C backen, auf dem Backblech abkühlen lassen am besten mit etwas Knoblaucholivenöl servieren.

Sonntag, 27. Dezember 2015

Knetmasse aus Salzteig für Kinder

Meine 2 Jährige Tochter, hätte am liebsten rundum die Uhr Beschäftigung. Heute habe ich mich zum ersten Mal ganz spontan an einer selbst gemachten Knetmasse für unsere kleine Rübe versucht. Zu meiner Überraschung war das echt keine Hexerei und man weiß was drin ist. Außerdem hat das Zeug den Vorteil, dass es kein Kind freiwillig in den Mund nehmen mag (zumindest nicht öfter als ein oder vielleicht für den "Im-Ernst?!-Effekt" ein zweites Mal) weil es so salzig ist...Salzteig eben :P

Und hier kommt das Rezept:

3 Tassen glattes Mehl
1 Tasse Salz
3 EL Öl
2 Pkg. Backpulver
3 Tassen Wasser

Alle Zutaten in den Thermi geben und auf Stufe 3-4 gut verrühren. Anschließend den Teig in einen Topf geben und solange erhitzen und rühren bis ein Klumpen entsteht. Dauert ein wenig, nicht entmutigen lassen ;)
Teig herausnehmen und auskühlen lassen. Dann könnt ihr ihn noch auf 4 Teile teilen und mit ein paar Tropfen Lebensmittelfarbe einfärben. Ich habe ihn so gelassen wie er war, da ich nicht so gerne die Farbe auf den Fingern habe und meine Kleine hatte trotzdem Spaß damit. Da wurde gleich fleißig ausgestochen und geknetet.
Definitiv ein schnelles Rezept für den Sonntag Morgen um die Zwerge für ein paar Stunden bei Laune zu halten, probierts einfach aus ich freu mich wenn ihr mir fleißig erzählt, ob eure Kleinen es auch toll gefunden haben.



Mittwoch, 15. Juli 2015

Penne mit cremiger Sauce aus getrockneten Tomaten


Nach einer gemütlichen Rad-Tour mit Emma, hatten wir beide Lust auf eine richtig leckere Pasta. Ich habe es in einem meiner älteren Posts schon mal kurz erwähnt, "Cups" sind eine richtig tolle Sache beim Kochen. Es macht wirklich Spaß die Zutaten mal nicht zu wiegen sondern einfach in kleine Becher zu füllen.
Ich finde diese Pasta sehr würzig und sommerlich. Am besten mit etwas Basilikum und einem Glas Rotwein servieren wenn ihr mich fragt ;)


Zutaten für 2-3 Portionen:

Vollkorn-Penne (Barilla)
1/2 Cup getrocknete Tomaten in Öl
2 EL Olivenöl
2 EL glattes Mehl
etwas weniger als 2 Cups ungesüßte Sojamilch (oder Mandelmilch)
1/8 Cup Hefeflocken
1 EL Tomatenmark
1 EL Salz (ich habe Bärlauchsalz verwendet und den Knoblauch dafür weggelassen)
1 TL Knoblauchpulver
1 TL getrocknetes Basilikum
etwas rotes Paprikapulver

Zubereitung:

Nudeln in kochendem Wasser bissfest kochen.
Tomaten in den Mixtopf geben und auf Stufe 8/10 Sek zerkleinern.
In einer Pfanne Olivenöl erhitzen und mit dem Mehl einige Minuten zu einer Roux verarbeiten.
Hefeflocken, Sojamilch, Tomatenmark, Knoblauchpulver, Basilikum, Salz und Paprikapulver zugeben, kurz unter Rühren aufkochen lassen und anschließend zu den Tomaten in den Mixtopf füllen. Die Sauce für 20 Sekunden/Stufe 6 cremig pürieren und mit der Pasta in der Pfanne vermengen. Mit etwas frischem Basilikum bestreuen und heiß servieren.

Müslimuffins



Da das Frühstück meiner Kleinen momentan häufig nur aus ein paar Löffel Müsli besteht, war ich auf der Suche nach einer Alternative die gesund ist und trotzdem für etwas Abwechslung sorgt. Im Backbuch meiner Freundin Claudia "Vegan für Naschkatzen" habe ich diese tollen Müslimuffins auf Vollkornmehl, Haferflocken, Nüssen und Banane gefunden und siehe da..."Kuchen" zum Frühstück macht die Mahlzeit doch gleich etwas interessanter ;)

Sonntag, 21. Juni 2015

Heidesand

Das Wetter ist ja leider mal wieder etwas bescheiden. Nachdem wir den Tag heute gemütlich zu Hause verbracht haben, dachte ich mir es wäre doch nett eine Kleinigkeit zum Kaffee zu naschen. Da wir beide eine Vorliebe für mürbes Teegebäck wie Linzer Augen oder Mürbteigkekse haben dachte ich, ich versuche mich mal an "Heidesand". Dieses Gebäck hat einen leckeren Buttergeschmack (kein Wunder bei 250 g Butter im Teig :P) Die Butter wird ursprünglich zuerst gebräunt, schmeckt aber auch nach dem folgenden Rezept sehr gut. Das Rezept stammt ursprünglich aus Niedersachsen und ist wirklich easy cheesy gemacht und sogar vegan (wenn man möchte).


Heidesand

Zutaten:
160 g Zucker
250 g Butter (oder Alsan Pflanzenmargarine)
390 g Mehl, glatt
1 Priese Salz

Zubereitung:
1. 130 g Zucker in den Mixtopf geben und 10 Sek./Stufe 10 pulverisieren. Mit dem Spatel nach unten schieben.
2. Butter, Mehl und Salz zugeben und 30 Sek./Stufe 6 verkneten. Dabei mit dem Spatel etwas mithelfen.
3. Aus dem Teig eine Kugel formen und diese vierteln. Jedes Viertel zu einer Rolle formen, in Frischhaltefolie wickeln und für 40 min in den Tiefkühler geben.
4. Backofen auf 180 °C vorheizen und 2 Backbleche mit Backpapier vorbereiten.
5. Rollen im restlichen Zucker wälzen und in 5-10 mm dicke Scheiben schneiden. Mit etwas Abstand auf das vorbereitete Backblech legen und im Ofen ca. 10-15 min backen bis sie hellbraun sind. Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen und am besten mit Tee oder Kaffee genießen.

Samstag, 20. Juni 2015

Erdbeermarmelade mit Vanille

Meine erste selbst gemachte Marmelade und dann gleich so ein Erfolg! :) Ich musste meiner Familie die Löffel aus der Hand nehmen, mit denen sie die Marmeladegläser bearbeitet haben. Damit hätte ich nun wirklich nicht gerechnet.
Ich hatte nur 1 kg Erdbeeren verarbeitet, da ich der Meinung war mich erstmal an die perfekte Erdbeermarmelade-Rezeptur rantasten zu müssen. Mittlerweile habe ich nochmal 3 kg davon eingekocht damit auch für alle genug da ist wenn die Erdbeersaison sich nun langsam dem Ende neigt. Ich muss zugeben ich bin schon so ein kleines bisschen stolz, dass es allen so gut schmeckt und deswegen möchte ich euch das Rezept natürlich nicht vorenthalten:


Erdbeermarmelade mit Vanille

Zutaten:
1 kg frische Erdbeeren
1 Banane
2 Pkg Vanillezucker
1 Pkg Quittin
400 g Rohrzucker
1 TL Zitronensäure
Mark einer Vanilleschote

Zubereitung:
Zuerst die Marmeladegläser in den Varoma geben und 20 min/Varoma/Stufe 1 sterilisieren. Mit der Öffnung nach unten auf einem sauberen Geschirrtuch trocknen lassen.

Erdbeeren waschen und vom Stengel befreien. Zusammen mit Zucker, Quittin und Vanillezucker in den Mixtopf geben und 20 Sek./Stufe 6 pürieren.
Die Masse nun für 13 Min./100°C/Stufe 2 ohne Messbecher kochen.
Banane, Vanillemark und Zitronensäure zugeben und alles 4 Min./100°C/Stufe 6 zu Ende kochen. Schnell in die vorbereiteten Gläser füllen und auf den Kopf gestellt auskühlen lassen.

Mohnnudeln

Ich liebe Mohnnudeln! Und ehrlich gesagt, habe ich keine Ahnung warum ich erst jetzt zum ersten Mal versucht habe sie selbst zu machen. Jaaa ok zugegeben, man benötigt ein bisschen Geduld wenn man gesteigerten Wert auf die Optik jeder einzelnen Nudel legt, sieht man das jedoch nicht so eng sind sie superschnell gemacht und schmecken einfach nur lecker. Und seien wir doch mal ehrlich das ist ja auch das Wichtigere ;)
Meine Kleine, die sonst nicht die große Esserin ist hat eine Erwachsenenportion davon verdrückt, danach noch 1 1/2 Stück Kuchen und dann ist sie wieder zu Mohnnudeln übergegangen und hat meine Portion auch noch aufgegessen. Das war direkt Mundraub sag ich euch...



Hier also das Rezept für ca. 3 Portionen:

Zutaten:
300 g Kartoffeln, gekocht und kalt
1 Ei
50 g Roggenmehl
50 g Weizenmehl
50 g Grieß
30 g Butter
etwas Salz (ca. 1/3 TL)
50 g Butter
100 g Mohn
40 g Zucker

Zubereitung:
Kartoffeln im Thermomix kurz fein zerkleinern oder mit einer Gabel zerdrücken. Mehl, Grieß, Ei, Salz und 30 g Butter gut verkneten.
In einem großen Topf Wasser zum Kochen bringen.
Auf einer bemehlten Arbeitsfläche portionsweise den Teig zu 2 cm dicken Rollen verarbeiten und Nudeln ca. 1,5 cm breit abstecken. Mit bemehlten Handinnenflächen diese Stückchen etwas wuzeln und auf ein mit Mehl bestäubtes Teller legen. Nudeln ins Kochende Wasser geben und Hitze reduzieren. Ca. 10 min kochen.

Mohn und Zucker in den Mixtopf geben und 20 Sek Stufe 10 reiben.
In einer großen Pfanne Butter zum Schmelzen bringen, die Nudeln zugeben und mit Mohn-Zucker Gemisch schwenken. Fertig!

Dienstag, 19. Mai 2015

Djuvec - ein serbischer Reisklassiker

Ein kleiner, kulinarischer Ausflug nach Serbien. Djuvec-Reis gibt es in vielen leckeren Varianten. Man kann seiner Fantasie dabei wieder freien Lauf lassen und alles an Gemüse dafür verbrauchen, was der Kühlschrank oder der Garten so hergeben.
Ich hatte noch Frühlingszwiebel von meinem Gemüsebauern, Lauch, ein paar Tiefkühlgemüsereste und eine angefangene Zucchini die nur darauf warteten in meinem ersten Djuvec-Versuch zu landen.
Hier also ein Pi-mal-Daumen Rezept:



Djuvec

ca. 4 Portionen

Zutaten:

3 Frühlingszwiebel, in Ringen
1 Stange Lauch, in Ringen
1/2 Zucchini, in Stückchen
1 rote Paprika
1 Karotte, in Scheiben
etwas Tiefkühlgemüse
400 g gewürfelte Dosentomaten
125 g Langkornreis (Kochzeit ca. 10 min)
Kräutersalz
2 TL Paprikapulver
1 Knoblauchzehe
2 TL Agavendicksaft

75 g Räuchertofu
1 EL Sonnenblumenkerne
1 EL Balsamico Essig

Zubereitung:


Olivenöl in einem Topf erhitzen. Zwiebel und Paprika darin ein paar Minuten anbraten. Das restliche Gemüse zugeben und einige Minuten weiterbraten. Den Knoblauch dazupressen und 2 TL Paprikapulver und 2 TL Agavendicksaft zum Gemüse geben. Alles gut durchrühren und weiterbraten.
Reis, Tomaten und 400 ml Wasser zugeben und mit Kräutersalz abschmecken. Aufkochen und alles bei geringer Hitze ca. 10 - 12 Minuten köcheln lassen.
Inzwischen für das Topping den Tofu kleinhacken oder mit der Gabel zerdrücken.  In einer Pfanne mit heißem Olivenöl einige Minuten goldbraun braten. Sonnenblumenkerne zugeben und gut durchschwenken. Mit Salz und Pfeffer würzen und mit Balsamico Essig ablöschen und beiseite stellen.
Das Topping über den Djuvec-Reis verteilen und schon kanns losgehen :)

Donnerstag, 14. Mai 2015

Grüne Smoothies



Emma liebt übrigens meine grünen Smoothies genauso sehr wie ich, lustiges Kind. SIE wollte probieren, ich wäre gar nicht auf die Idee gekommen, dass ein Kind in dem Alter schon so darauf abfährt ;) Ich denke mal, wenn man Kinder nicht von klein auf mit zuviel schlechten Lebensmittel aufzieht, haben sie noch ein gewisses Gefühl dafür was ihr kleiner Körper braucht und was ihm gut tut. 
Das tolle an Smoothies ist, man kann seiner Fantasie völlig freien Lauf lassen. Was der Kühlschrank, der Garten und die Saison hergibt landet im Mixtopf und ist auch noch supergesund.
Sie schmecken zwar jedesmal ein bisschen anders, weil auch das Gemüse nie ganz gleich schmeckt (mal ist es mehr reif, mal weniger, anderer Bauer usw.) aber so ein paar Lieblingsrezepte hab ich. Zum Beispiel dieses hier:

Grüner Smoothie

1/2 Avocado
1 große Hand voll frischer Biospinat
1 Stückchen Biokohlrabi
1 Stückchen weißer Rettich
1 Stückchen Gurke
Saft 1/2 Zitronen
ein paar Chiasamen
300 ml Wasser und
etwas Leinöl

alles auf Stufe 10 für 1 1/2 min fein pürieren

Regionales Gemüse hat wieder Saison

Endlich ist es wieder Frühling. Die Vöglein zwitschern, die Gastgärten werden flott gemacht, die Fahrräder werden zum Frühjahrscheck gebracht und was man sonst noch so alles im Frühling schönes treibt. Eines von meinen Lieblingsdingen ist, dass es endlich wieder leckeres, regionales Gemüse gibt...naja zumindest schon ein bisschen etwas ;) Oft schleiche ich im Winter 5 mal um das selbe Gemüseregal im Lebensmittelgeschäft und bin immer noch nicht glücklich mit den Etiketten deren Aufdruck mir sagt, dass ich die Auswahl habe zwischen lecker mit Pestiziden getränktem, spanischem Gemüse und Obst oder welchem dass schon beinahe mehr Flugstunden hinter sich hat als es Zeit zum Wachsen hatte. Soviel zum Thema ernähre dich auch im Winter regional und saisonal...das heißt dann wohl Äpfel, Birnen, Kartoffeln und meine auf der Fensterbank gezüchteten Sprossen. Naja etwas überspitzt, ich weiß, aber manchmal kommt es mir so vor wenn der Winter schon besonders lang ist und ich mit Sehnsucht den Frühling erwarte.

Diese Woche habe ich meinem Lieblings-Gemüsebauern in Leonding einen kleinen Besuch abgestattet. Obwohl dort die Vorbereitungen für die Gemüsesaison noch auf Hochtouren liefen und die Felder und Glashäuser alles andere als reich bewachsen waren, ging ich doch nicht mit leeren Händen nach Hause...ooooh nein ganz und gar nicht.



Fritz, der Hüter dieses grünen Paradieses, hat sich extra viel Zeit für mich genommen und hat mit mir gemeinsam nach Dingen gesucht die man auch um diese Jahreszeit schon frisch vom Feld holen kann. Neben einem richtig dicken Bund Schnittlauch für meine Kartoffeln mit Schnittlauchsauce und einem ebenso üppigen Bund Frühlingszwiebel gab es noch einige andere interessante Dinge zu entdecken.

Ich habe schon länger überlegt im Garten Blumen mit essbaren Blüten zu pflanzen. Das sieht sehr hübsch aus, wenn man es als Deko auf den Teller legt, über den Salat streut oder auch in einem Kräutersalz verarbeitet.
Als ich Fritz davon erzählte zeigte er mir eine Pflanze die dafür in Frage käme und ließ mich die Blüten probieren. Die Boretsch Pflanze hat hübsche blaue Blüten die einen leicht süßlichen Geschmack haben. Was ich besonders toll fand waren auch die Blüten von Schnittlauch, diese kleinen Kugeln die er gleich mal macht wenn man ihn zu lange wachsen lässt. Superlecker zwiebelig und eine nette Deko im Salat! Veilchen, Rosen und Kapuzinerkresse sind Klassiker und sehen immer hübsch aus, muss ich mir auf jeden Fall für mein Blüten-Buffet einpflanzen. Auch für meine heiß geliebten grünen Smoothies suche ich immer neue, gesunde Zutaten. Beim Probieren des grünen Blattwerks von Fenchel im Gewächshaus habe ich festgestellt, dass die Blätter genauso wenig meinen Geschmack treffen wie die Knolle selbst. Wer also keinen Fenchel mag, wird mit dessen Grünzeug im Smoothie auch nicht glücklich. Auch beim Probieren von Löwenzahn musste ich feststellen, dass die Blätter doch sehr bitter schmecken, sollen aber nichts desto trotz unheimlich gesund sein. Vielleicht überwinde ich mich demnächst mal und versuche sie im Smoothie ;)

Reich bepackt mit haufenweise Setzlingen wie Physalis, Boretsch, einigen Blumen deren Namen ich leider nicht behalten habe, 4 Salatpflänzchen, Paprika, meinem Bund Schnittlauch und Frühlingszwiebel habe ich mich zuhause gleich zufrieden ans Werk gemacht und alles brav eingesetzt. Da ich mich leider mit Erde überhaupt nicht auskenne habe ich bei meinem Zwischenstop im Gartencenter bestimmt eine völlig überteuerte Hummuserde gekauft, aber ich wollte ja schließlich nicht das meine neuesten Experimente gleich verhungern und mein grüner Daumen in seinem Stolz gekränkt ist ;)